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Die Geschichte der Selbstbedienung unter Berücksichtigung der Entwicklung von Kassenarbeitsplätzen
Der Kundentrennstab
Jeder kennt ihn, fast jeder benutzt ihn und oft hat man
keinen. Als Service für den Kunden war er gedacht und zeigt gerade in
der Entwicklung, die nahezu dem des Kassenarbeitsplatzes entspricht. Der
erste Kassenarbeitsplatz war ein Warenzellenkassenstand.
Der Kunde kaufte mit einem Korb ein. Die Ware wurde registriert
und mit einem Ablaufförderband in die Warenzellen gefördert. Mit
größeren Einkäufen wurde ein Vorlaufförderband eingesetzt.
Dabei spielte die Länge des Förderbandes die Größe des
Einkaufswagens wieder. Hatte ein Kunde weniger Ware wollte er seine Ware
zu dem vorherigen und nachfolgenden Einkauf abtrennen. Hierzu mußte
ein geeignetes Medium geschaffen werden.
Die Firma Hartwin Tackenberg/Bochum nutzte hierfür einen
sogenannten Kundentrennstab. Auf der folgenden Abbildung erkennt man den
wohl ersten Kundentrennstab (Pos. 1) in der Geschichte der Selbstbedienung.
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Als Werkstoff wurde Holz gewählt, Kunststoffe waren
es zu dieser Zeit nur schwer zu erwerben. Es wurde jedoch nicht irgendein
Holz gewählt, sondern Holz mit einem geringen Gewicht. Der Stab wurde
geschliffen und lackiert. Bereits zu dieser Zeit kassierte in einem normalen
SB-Markt das Kassierpersonal zwischen 2 und 3 Tonnen an Ware je Tag. Heute
beträgt das Gewicht ca. 4-6 Tonnen an Ware. Jedes Gramm am Kundentrennstab
bedeutete dabei eine geringere Belastung für das Kassierpersonal. Die
Länge lag bei 28 cm, Förderbandbreiten von 300 mm waren zu dieser
Zeit die Regel.
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Anfang der 70er Jahre setzte sich der Kunststoff als Material
wegen noch geringeren Gewichtes durch. Der Innenraum war hohl, der Kunststoff
besonders schlagkräftig und eine Aufschrift war gewünscht. (Pos.
2 und 3) Die Länge des Kundentrennstabes pendelte sich bei ca. 300 mm
ein, die Förderbandbreiten liegen ab diesem Zeitraum, auch wegen der
Ergonomie im Regelfall bei 400 mm)
Die Aufschriften waren verschieden, auch ausländische
Texte wurden gleichen Inhaltes eingesetzt. Bei größerer Menge waren
auch kundenspezifische Ausführungen möglich. TACKENBERG setzte
lange Jahre den Dreikantstab ein, der den Vorteil hatte, immer "richtig liegend"
auf dem Förderband vorhanden zu sein. Gerade zu Begin der Selbstbedienung
mußte der Kunde durch verschiedenste Maßnahmen an die Benutzung
herangeführt werden.
Pos. 4 zeigt eine Ausführung einer schweren Ausführung.
Einige Kunden waren der Meinung eine gut in der Hand liegende Ausführung
bedeute eine sinnvolle Ausstattung. Es zeigte sich jedoch, das Gewicht behinderte
die Benutzung für Kunde und Kassierer.
Pos. 5 und 6 zeigte die zeitliche Entwicklung und Pos. 7
zeigt den Zustand der letzten Jahre. Die Form zur Rechteckform bedeutet eine
bessere Fingerfertigkeit mit dem Stab, da die Greiffähigkeit bei einer
speziell nach dem Pertenzil umgesetzten Maßhaltigkeit eine höhere
Ergonomie bedeuten. Hierzu entwickelte TACKENBERG eine spezielle Trennstabhalterung,
die zudem alle Formen an Trennstäben aufnehmen kann. Die Trennstabhalterung
ist materialeigenschaftsmäßig dem des Trennstabes angepaßt.
Der Vorteil ist eine ausschließlich materialmäßig vorkommende
Reibung, wodurch der Trennstab mit geringstem Aufwand geführt wird.
Zudem wir die Schruft auf dem Stab nicht mehr abgenutzt, da eine spezielle
Führung den Trennstab hält. Dies gilt auch für Fremdstäbe.
Neben auch in der Entwicklung aufgezeigten Entwicklungen dieses
Hauses, mit z.B. motorisch bewegten Zuführungen entgegen der Förderbandrichtung
mit Bewegung desselben, speziellen Schwerkraftzuführungen z.B. in Tunnellösungen
zum Förderbandanfang hat sich diese mechanische Lösung als einfach
und zudem praktisch erwiesen.
Und wie wurde Eingangs erwähnt, jeder kennt ihn, fast jeder benutzt ihn und oft hat man keinen. Aber der genaue Name, den kennt kaum jemand. Mitte der 90er
Jahre kam es sogar zu einer Berichterstattung u.a. in der Bildzeitung.
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